TK-Club

Der Frühling ist eingekehrt!

Und mit ihm die Lust der Pferde auf alles was grün ist.

Und so ging ich mit unserer Stute gestern auf ihren Wunsch hin lieber grasen als eine Bewegungseinheit auf dem sonnigen Reitplatz zu absolvieren. Sie sehnte sich nach jungen Gräsern und bevorzugte eindeutig die kleinen zarten Löwenzahngewächse, die sich zaghaft an den Wegrändern gegen die allerorts überdüngten Futterweiden, wo kein (Heil)Kraut mehr wächst, zur Wehr setzen.

Wir versuchten auch ein wenig Vogelmiere zu finden. All diese Kräuter würden sich die Pferde jetzt in der Natur suchen, um den Fellwechsel zu unterstützen und die Entgiftung anzuregen.

Als entgiftende Frühlingskräuter sind bei Wildpferden auch Mädesüß und Brunnenkresse beliebt. Und natürlich ab April dann die Brennessel, eine der wertvollsten heimischen Heilpflanzen. Für unsere Stute sammele ich große Säcke im Mai, die ich dann in der Scheune trockne und den Winter über verfüttere.

Leider findet man am Feld und Wiesenrand heute nicht mehr allzuviele Kräuter vor. Daher kaufe ich sie in loser, getrockneter Form und verfüttere täglich eine Handvoll, je nach Jahreszeit. Im Frühling kommt jetzt wieder die Weiderinde-Mädesüß Mischung meines Lieblingsversandes dran, nachdem im Frühjahr vor allem Leber und Nieren mit Kräutern gestärkt wurden. Unsere Stute dankt es mit guter Gesundheit und ihr Alter sieht man ihr nicht an.

Warum wohl immer noch relativ unbekannt ist, dass Kräuter ebenso wie Gräser, Blätter und Rinden für Pferde ein wichtiges Grundnahrungsmittel sind?