TK-Club

Primum non nocere – zuerst einmal nicht schaden!

„Naja, die meisten Leute hören aus lauter Angst, etwas falsch zu machen, lieber auf den Tierarzt“.

Sagte mir eine Bekannte neulich. „Hast du nie Angst, bei deinem Tier gesundheitlich etwas falsch zu machen?“ Nein, tatsächlich habe ich diese Angst nicht. Denn ich mache ja so wenig! Da muss man auch nicht viel Angst haben, etwas Falsches zu machen. Lieber weniger tun, als im Zweifel zu schaden, ist meine Ansicht.

primum non nocere, secundum cavere, tertium sanare„…

ist ein antiker ethischer Grundsatz für ärztliches Handeln. Auf Deutsch: „erstens nicht schaden, zweitens vorsichtig sein, drittens heilen“. Die römischen Ärzte waren vor 2.000 Jahren angehalten, sich danach zu richten. Das war lange vor dem europäischen Mittelalter, als Bader, Kurpfuscher und Quacksalber (die toxische, quecksilberhaltige Salben für teures Geld anboten) auf den Plan traten und für lange Zeit das Vertrauen der Menschen in Heilberufe ruinierten.

„Zuerst einmal nicht schaden…“ Ich mag diesen Grundsatz! Er ist so einfach und vollkommen logisch. Daran halte ich mich gern, bei Mensch und Tier, obwohl ich keine Ärztin, sondern Tierheilpraktikerin und Tierkommunikatorin bin. Mehr noch, ich mache diesen Grundsatz gern etwas bekannter, denn er könnte viel Leid vermeiden helfen, auch und vor allem bei den gesunden Tieren.

Unsere Ängste und Sorgen um die Gesundheit unserer Tiere führen oft dazu, dass wir Entscheidungen an andere übertragen.

Dass wir die Entscheidungen von anderen treffen lassen, dass wir passiv werden und Verantwortung ablegen. Vielleicht gehörst du auch zu denen, die sich eher zurückziehen? Die sich nicht trauen, die Gesundheitsversorgung des Tieres selbst in die Hand zu nehmen? Vielleicht hast du aber auch schon mal ein schlechtes Gefühl dabei gehabt, immer nur zum Tierarzt zu laufen, einfach nur so… zur Vorbeugung von möglichen Krankheiten? Oder bei jedem Unwohlsein? Und nicht nach der Ursache von Krankheiten zu forschen?

Schmerz, Entzündungen, Durchfälle, Juckreiz, dies sind Reaktionen des Körpers auf Zustände in seinem Inneren, die nicht ordnungsgemäss ablaufen. Welchen Sinn macht es, solche Zustände zu unterdrücken, ohne die Ursachen zu suchen?

Die allermeisten Ursachen von Tiererkrankungen werden weder gesucht noch gefunden. Denn das ist teuer und zeitaufwändig. Labortests haben nur eine bedingte Aussagekraft. Der Körper und das Zusammenwirken seiner Systeme im Sinne eines störungsfreien Ablaufes (Gesundheit) ist komplex. Wenn ich einen auffälligen Wert finde, heisst das nicht, dass ich die genaue Ursache herausgefunden habe.

Stopp! Bevor es jetzt zu kompliziert wird, möchte ich dich beruhigen.
Es muss ja gar nicht so weit kommen, dass dein Tier eine komplizierte, evt. chronische Erkrankung bekommt! Wenn du vorher handelst, und dich informierst über die wichtigsten Faktoren, die Rädchen, an denen du selbst schrauben kannst, hat dein Tier eine wesentlich höhere Chance, gesund ein hohes Alter zu erreichen. „primum non nocere“ (Zuerst einmal nicht (dem Tier) schaden), kann da auch für dich ein guter Grundsatz sein. Chemische Prophylaxen beispielsweise passen überhaupt nicht zu diesem Grundsatz. Ein langfristiger Schaden kann nicht ausgeschlossen werden, der Nutzen ist nicht belegt, vielleicht nur vorrübergehend. Einen akuten Bedarf gibt es meist nicht. Sonst wäre es ja eine Behandlung und keine Prophylaxe.

Dafür musst du aber etwas an deiner Einstellung ändern.
Die Veranwortung für dein Tier und all seine Behandlungen übernimmst du dazu einfach wieder selbst. Du kannst dich neutral informieren und versuchen, all die Manipulationen zu überwinden, denen wir Tierbesitzer täglich ausgesetzt sind. Prüfe, wer an dir verdient und wieviel, womit.

Setze deinen „gesunden Menschenverstand“ ein und schaue auch ruhig mal auf vergangene Zeiten zurück. Was hat man früher anders gemacht? Was bekamen Hunde und Katzen zu fressen, bevor es Fertigfutter gab? Wie alt wurden die Tiere damals? (Älter als heute!) Was tat man damals gegen Parasiten?

Du siehst worauf ich hinaus will! Altes Wissen ist nicht immer schlecht. Was uns heute als das Nonplusultra der Tierversorgung verkauft wird, gab es vor kurzem noch gar nicht, und es gibt nicht mal Langzeitstudien. Die Natur und ihre Heilkunde sind in der Gesundheitserhaltung überlegen. Denn letztendlich sind alle Tiere (auch der Mensch) bereits ausgestattet mit einem ausgeklügelten Immunsystem. Wenn man das nicht stört oder sogar stärkt, kann eigentlich nicht mehr viel passieren. Die medizinische Versorgung hat ihren wichtigen Platz in der Notfallbehandlung, wo sie auch hingehört.

Fühlst du dich überfordert davon? Dann hole dir Unterstützung.
Das kann die Tierheilpraktikerin in deiner Nähe sein. Eine Freundin, die sich in Homöopathie eingearbeitet hat. Oder wie wäre es mit einem Onlinekurs, der dich zum Gesundheits-Coach deines Tieres macht?

🌱 Natürliche Gesundheit meines Tieres – was ist dafür erforderlich? Und was sollte man keinesfalls tun?

Ich lasse dich sehr gern teilhaben an meinen Erfahrungen, die ich als Tierheilpraktikerin in der Beratung von Hunderten von Tier-Mensch-Teams gesammelt habe.  Am erfolgreichsten ist ein ganzheitlicher und naturheilkundlicher Ansatz zur Gesund-Erhaltung von Tieren. Seelische und körperliche Gesundheit sind dabei immer zusammen zu betrachten.