Weiß ein Tier eigentlich, ob eine Behandlung oder ein Futter ihm gut tut? 1

Ich werde oft gefragt, ob unsere Tiere wissen, was ihnen grundsätzlich gut tut und was nicht.

Tierbesitzer möchten vom Tier wissen „Hilft dir die Behandlung? Ist das Medikament gut für dich? Sollen wir das weitermachen? Ist dieses oder jenes Futter das richtige?“ Die Antwort darauf ist ein ja und nein.

Warum Nein?

Wenn mein Hund Rijko zum Beispiel Katzenkot frisst, bezweifele ich seine Urteilsfähigkeit. Ich versuche, ihn davon abzuhalten. Aber ich verstehe immer besser, was ihn manchmal dazu treibt. In dem Moment macht ihm sein Körper weis, dass er dies benötigt. Gut ist Katzenkot vermutlich eher nicht für ihn. Rijkos Vergangenheit als Straßenhund machte ihn nicht zum Gourmet.

Warum ja?

Unsere Stute Catania ist eher eine Apothekerin dagegen. Sie sucht sich im Wald genau die Kräuter, die ihr gerade fehlen. Sie holt sich schon mal eine junge Tanne, wenn es sein muss. Sie nimmt sich auch Äste und Laub, alles, was ihr auf der Weide fehlt. Von dem hohen Nährstoffwert selbst gesammelter Hagebutten konnte ich sie bislang nicht überzeugen. Und von zuckerhaltigem und aromatisiertem Pferdemüsli wird sie genauso süchtig wie andere Pferde. Daher gebe ich ihr keines und bin froh, dass ihre Nachbarn auch keines bekommen.

Für mich steht fest:

Unsere Tiere handeln in Bezug auf Futter weitgehend intuitiv und instinktgesteuert. Und sie nehmen „Gelegenheiten“ wahr. Sie hinterfragen wenig diesbezüglich, sind auch mal frustriert, wenn der Mensch ihren Geschmack regulieren möchte.

Tiere sind aber zuweilen auf trügerische Weise „wählerisch“, wie am Beispiel der trockenfutter-abhängigen Hauskatze oder des müsli-süchtigen Pferdes sichtbar ist. Nicht nur Gewohnheit, sondern auch mögliche Nährstoffmängel und die Zusammensetzung ihres Darm-Mikrobioms reden ebenfalls ein wichtiges Wörtchen dabei mit, was gern gefressen wird. Das Mikrobiom einer Mäusejägerin ist anders als das einer Whiskas-Katze! Für Tiere gilt: Zucker jeder Form verändern die Darmflora massiv, es entstehen Süchte, die es in einer natürlichen Umgebung nicht gäbe.

Aber was ist mit medizinischen Behandlungen?

Wissen Tiere da mehr als wir oder müssen wir für sie mitdenken und sie zu ihrer Gesundheit auch mal zwingen? Oder können wir die Tierkommunikation nutzen, um mit ihnen zu verhandeln?

Ebenso wenig wie gezuckertes Müsli und Trockenfutter gäbe es auch medizinische Behandlungen in natürlicher Umgebung für unsere Haustiere nicht. Das heißt natürlich nicht, dass eine solche Behandlung nicht lebensverlängernd oder schmerzlindernd sein kann. Der Trend geht bei Haustieren aber dahin, dass sie viele Behandlungen und Therapien ablehnen, von denen ihr Mensch glaubt, dass es seinem Liebling bei der Gesundheit hilft.

Tiere wissen oft besser als wir, ob eine Behandlung oder Untersuchung ihnen ganz speziell gut tut oder schadet. Sie spüren ja – anders als die meisten Menschen – auch die Absichten und Energien des Behandelnden. Dessen Schwingungen sind wichtig für den Erfolg einer Behandlung.

Auch spüren Tiere oft die Schwingung der Mittel, die sie verabreicht bekommen. Nicht nur den Geschmack oder Geruch nehmen sie wahr, sondern auch die feinstoffliche Konsistenz des Mittels. Während Hunde oft eher gutmütig alles schlucken, dem Mensch zuliebe, sind Katzen viel kritischer, was in sie hinein darf.

Konflikte sind da vorprogrammiert! In Tierkommunikationen berichten viele Tiere von ihrer großen Angst zum Tierarzt oder Therapeuten gebracht zu werden. Sie haben zuweilen erleben müssen, dass es ihnen nach der Behandlung schlechter ging als vorher. Und das ist ja keine Seltenheit.

Warum wollen so viele Tiere keine Behandlung mehr akzeptieren?

Es ist einfach zu viel geworden mit den Behandlungen! Ob nützlich oder schädlich, die Anzahl der Medikamente, Tierarztbesuche, verabreichte Anwendungen und Therapien nimmt jedes Jahr größere Ausmaße an. So wie bei uns Menschen!

Immer mehr Tiere, vor allem Katzen, entwickeln dadurch ein regelrechtes Behandlungstrauma.

  • Sie lehnen Behandlungen jeder Art ab.
  • Sie lassen sich nicht einfangen.
  • Vielleicht nicht einmal mehr berühren.

Ich höre von Katzen, die zum Scheren ihres langen Fells narkotisiert werden müssen. Von Tieren, die nach einer Spoton-Behandlung tagelang hinter dem Sofa versteckt bleiben.

Im Sommer suchten wir einen älteren Kater, der nach mehreren Spritzen beim Tierarzt einfach weglief. Er kehrte nach 3 Wochen mit deutlich reduziertem Gewicht zurück, nach langen telepathischen Verhandlungen mit ihm. Lieber hat er gehungert, als sich erneut einfangen zu lassen. Die Besitzer waren glücklich und ließen sich nach dieser harten Prüfung gern auf seine neuen Bedingungen ein.

Eine Bekannte im Dorf berichtete mir, ihre Diabetes-Katze sei weggelaufen, und sie machte sich große Sorgen, da die Katze ihre Spritzen braucht. Sie glaubte sie schon tot. Wochen später fand man die Katze in guter Verfassung bei einer Familie am anderen Ende des Dorfes, die nichts von ihrer Erkrankung wusste.

Tiere werden heute so oft behandelt, dass ihnen einfach der Geduldsfaden reißt.

Wir muten unseren Haustieren oft einfach zu viel Behandlungen zu, so dass wir dann im Notfall nicht mehr mit ihrer Kooperation rechnen können. Früher war Behandlung eines Haustieres nur im Notfall üblich. Heute gehört in den Wohlstandsländern eine Behandlung fast schon zum Alltag dazu. Behandelt wird – was das Zeug hält – auch wenn keine Erkrankung am Horizont sichtbar ist.

Medizinische Prophylaxen dienen heute, so sagt man uns, zur Vorsorge und zur Gesunderhaltung des Tieres. Die Tiere sind oft anderer Meinung und vielleicht sollten wir mehr auf sie hören und sie auch mehr mit einbeziehen. Denn wir übergehen ihre Ansichten und verhalten uns so, als ob wir es immer besser wüssten als unserer Tiere. Als ob unsere Ansichten über das, was zu tun ist, das einzig wahre, das „bessere“ Wissen ist… Leider irren wir da manchmal!

Und wie kann man es besser machen?

Ich bin kein Freund davon, die telepathische Tierkommunikation dazu zu „missbrauchen“ um einem Tier den Nutzen einer bestimmten Behandlung aufzudrängen, ohne dass der Mensch selbst davon überzeugt ist. Viele Tierbesitzer hätten das aber gern. Sie möchten sich nicht mit den Hintergründen der Ablehnung des Tieres beschäftigen. Sie wollen sich einfach nur durchsetzen, und das Tier soll ihnen einfach vertrauen. Dabei beginnt das Vertrauen dort, wo wir für unser Tier sehr gut überlegte Entscheidungen treffen und es nicht mit Überflüssigem belasten!

Manches „muss sein“, das ist klar. Aber nicht alles, sondern im Grunde nur sehr wenig! Für die wirklich wichtigen Behandlungen sollten wir unserem Tier Behandlungen nicht vergraulen.

Wir können im Alltag mehr auf unser Tier und seine Bedürfnisse hören, beginnen, dem Tier zuzuhören. Seine eigene innere Weisheit anzuerkennen. Dann passiert es, dass dein Tier zu dir kommt, wenn es Hilfe braucht.

Mit mehr Verbindung zu deinem Tier wirst du deine Therapeuten mit anderem Blick auswählen, nach anderen, besseren und vor allem nachhaltigeren Kriterien. Du kannst dann dein Tier besser vorbereiten, wenn du selbst sehr gut vorbereitet bist und weisst, was du tust. Und dann wird dein Tier auch mitmachen, sich behandeln lassen, sanft oder manchmal auch mit ein wenig Druck.

So hat meine Stute verstanden, dass die Pferdezahnärztin ihr hilft, besser zu kauen. Wir benötigen für die Zahnbehandlungen mit Maulgatter keine Narkose mehr. Und dass obwohl unsere Stute kopfscheu ist, Gebisse nicht mag und Tierärzte rigoros ablehnt.

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